Brillenspende sorgt nicht nur für Durchblick
Es war ein Zusammentreffen in einem Hotel in Kathmandu im Mai des vergangenen Jahres, das letztendlich dazu führte, dass 300 Brillen der Firma ALPINA Sports GmbH vom Sitz in Sulzemoos zur Nepalhilfe Beilngries wechselten.
Der Zufall wollte es, dass Michaela und Michael Rebele, bei ihrem Arbeitsbesuch im Himalayastaat mit Michaela Lechner, einer Mitarbeiterin des Unternehmens zusammentrafen. Die war in einer Reisegruppe mit Hans Kammerlander gerade auf dem „Sprung“ nach Bhutan zu einer längeren Trekkingtour. Sie war von der Arbeit der Hilfsorganisation so angetan, dass Sie spontan ihre Unterstützung anbot.
Die anfängliche Skepsis der beiden Mitglieder der Nepalhilfe vor Ort über die Sinnhaftigkeit zerstreuten die lokalen Mitarbeiter sehr schnell. Neben medizinischen Aspekten seien gerade in den hoch gelegenen Regionen des Landes Brillen wie die nun gespendeten mit ihrer hohen Qualität zum Schutz gegen die UV-Strahlung heiß begehrt, jedoch unerschwinglich teuer.
Es sollte fast ein Jahr dauern ehe nun auch die Unternehmensleitung „grünes Licht“ gegeben hatte, und die Übergabe erfolgte. ALPINA Sports reiht sich damit ein in die Liste namhafter Sachspender im Outdoorbereich, wie LOWA Sportschuhe GmbH oder Deuter Sport GmbH.
Die Zwischenzeit hatte man im Kreis der Nepalhilfe genutzt um sich Gedanken über den Bedarf und insbesondere die Verwendungsziele zu machen. Derzeit lagern die nagelneuen Brillen bei der Hilfsorganisation. Sie sollen in den nächsten Monaten durch Touristen nach Nepal gelangen um dort ihre Adressaten zu erreichen. Ein Transportweg den man schon seit vielen Jahren geht. Zwar zeitaufwändig aber der weitaus kostengünstigste – das zählt.
Die Abnehmer und Ziele sind bereits definiert. Etwa bei der Augenärztin Sabina Parajuli, für deren Ausbildung bekanntermaßen die Nepalhilfe aufgekommen war und die an einem Krankenhaus in Zentralnepal arbeitet oder das Reijukai Eye Hospital in Banepa östlich von Kathmandu, für das die Nepalhilfe erst jüngst ein optisches Biometriegerät beschaffte. Hinzu kommen Abnehmer in den hoch gelegenen Regionen im Dolpo und Mustang, wo die Brillen den Bewohnern Schutz gegen die intensive UV-Strahlung bieten werden. Dies sind nur einige der Adressaten.
Vorrangig dazu ist die Suche nach Fluggästen, wie bereits erwähnt. Interessierte werden gebeten sich mit der Nepalhilfe Beilngries in Verbindung zu setzen. Näheres dazu unter www.nepalhilfe.org – Hilfe/Transport

