Nepalhilfe Beilngries e.V. bringt erste Hilfsgüter ins Katastrophengebiet

Auch wenn man sich bewusst ist, dass es nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein ist, so haben Mitglieder der Nepalhilfe in den zurückliegenden Tagen von Kathmandu aus, Hilfsgüter in das am 26.08.2026 so schwer getroffene Katastrophengebiet in Nepal gebracht. Durch die drei Besuche sollten auch Kontakte vor Ort für weitere Versorgungsmaßnahmen geknüpft werden. Allein der Weg in die Gemeinden Rasuwa und Nuwakot, nur etwa 50 Kilometer von Nepals Hauptstadt entfernt war eine zeitraubende Herausforderung, sind viele der Straßen doch unpassierbar oder einfach nicht mehr vorhanden. So musste über teils weglose Pisten ein geeigneter Weg gefunden werden.
Hari Adhikari, lokaler Koordinator der NH Beilngries, und sein Team hatten sich mit Mitarbeitern der Deutsch Nepalesischen Hilfsgemeinschaft Stuttgart, dem Midpoint Hospital Kawasoti und dem Siddhi Memorial Hospital Bhaktapur zur Zusammenstellung der Hilfsgüter abgesprochen. Alle drei Einrichtungen stehen seit vielen Jahren auf der Förderliste der Beilngrieser Organisation. Man wusste, dass grundsätzlich alles Lebensnotwendige benötigt wird, blieb denjenigen welche die Tragödie überlebten oft nur das was sie am Leib trugen. So galt es Prioritäten zu setzen auch wegen der beschränkten Ladekapazität.

Nicht mehr als ein Signal

Mit mehreren geländegängigen Fahrzeugen waren die Fahrten durchgeführt worden. Man war sich bewusst, dass diese nicht mehr als ein Signal sein konnten, einfach um Präsenz zu zeigen. Denn wie bereits erwähnt wird es ein langer Weg werden, einigermaßen lebenswerte Zustände in der Region zu schaffen. Dies will und wird man in eigener finanzieller Unterstützung realisieren. Der Vorgabe der Regierung auf ein zentrales, staatliches Spendenkonto einzuzahlen, hält man für nicht zielführend. In den eingangs erwähnten Gemeinden hatte man die Versorgung der Kinder im Auge. So fanden sich Kleidung, Hygieneartikel, Solarlampen, Bücher, Desinfektionsmittel, Erste Hilfe Material und Säuglingspflegesets auf den Ladeflächen, aber auch ein Benzingenerator samt Zubehör.
Die Aufenthalte wurden auch genutzt um mit den Verantwortlichen weiterer Regionen ins Gespräch zu kommen und Bedarfslisten anzufordern. Darauf will man sich aus jetziger Sicht zunächst beschränken. Für alles Weitere und größer Dimensionierte, ist die Wiederherstellung der Infrastruktur zwingend notwendig. Jegliche Form der Unterstützung ist allerdings nur durch den finanziellen Rückhalt aus Deutschland möglich. Deshalb das erneute Ersuchen unter dem Kennwort „Sturzflut“ die Nepalhilfe Beilngries e.V. finanziell zu unterstützen. Weitere Details finden sich unter: www.nepalhilfe.org.