„Zeit zum Atmen“

Spitzenalpinist Alexander Huber zu Gast bei der Nepalhilfe Beilngries

„Zeit zum Atmen“

Spitzenalpinist Alexander Huber zu Gast bei der Nepalhilfe Beilngries

Sie gehören zum „Who is Who“ im weltweiten Vergleich der Spitzenalpinisten. Die Rede ist von den Huber-Buam. War es im Jahr 2003 Thomas Huber, der ältere der beiden, der sich für die Nepalhilfe Beilngries engagierte, so kommt nun der um zwei Jahre jüngere Bruder Alexander nach Beilngries.

In seinem Vortrag zeigt er seine schönsten Momente in den Bergen, wie auch aktuelle Highlights aus dieser faszinierenden und vielseitigen Welt. Die unglaublichen Bilder, arrangiert mit faszinierenden Filmsequenzen und mitreißender Musik sind ein Erlebnis der besonderen Art. All dies unter der Überschrift: Zeit zum Atmen – denn es ist nicht der Berg, den man bezwingt, sondern immer nur das eigene Ich!

Ursprünglich hatte der 1968 in Trostberg geborene Physik studiert, ehe sich der staatlich geprüfte Bergführer 1998 entschloss seine Erfüllung und Ziele an den hohen und oft senkrechten Bergwänden zu suchen. Das Klettern in jeder Form ist seither seine Passion. Alexander und Thomas sind Allrounder und genau diese Fähigkeiten ermöglichen es den beiden zum kleinen Kreis der schnellsten Seilschaften der Welt zu gehören. Der elfte Grad im Sportklettern und erste Routen dieses Schwierigkeitsgrades in alpinen Wänden, Freikletterrouten und Speed-Rekorde an den Bigwalls des Yosemite Nationalparks in den USA, sowie die Bezwingung der weltberühmten Eternal Flame am Nameless Tower in Pakistan gehören zu den Eckpunkten seines Lebens als Bergsteiger.

Bekannt wurde Alexander zuerst durch seine Erfolge im Sportklettern. Zudem gelingt ihm 1995 an der 1000 Meter hohen Granitmauer des El Capitan im Yosemite Valley nicht nur die erste Rotpunktbegehung der legendären Salathé (X-/5.13b) sondern auch fünf weiterer erster freier Begehungen. Das macht ihn zum Protagonisten des Freikletterns an den Bigwalls.

Er tritt wie sein Bruder Thomas  erfolgreich in der Öffentlichkeit auf. Beleg dafür sind acht Bücher und mittlerweile mehr als 2000 Vorträge mit denen Alexander sein Publikum begeistert. Hervorgehoben sei hier der im März 2007 erschienene Film „Am Limit“, der die Versuche zu einem Speed Rekord an der Nose im Yosemite Nationalpark als Hintergrund hat.

Danach befragt was die Besucher seines Vortrages „Zeit zum Atmen“ erwartet, sagt Alexander Huber, dass sich das Bild der Berge verändert habe. Waren sie früher als lebensfeindlich und bedrohlich wahrgenommen worden, so rückt der Alpinismus diese steile Welt heute in ein anderes Licht: die Berge als Ort der Selbstfindung, als Ort der Reflexion, wo man noch die Zeit zum Atmen findet. Das sei für ihn die Inspiration gewesen, das Abenteuer in der Welt der Berge zu suchen.