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Veranstaltungen
972 BREAKDOWNS
Auf dem Landweg nach New York
Wann: Samstag, 14.03.2026, 19.30 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr)
Wo: Beilngries, Hauptstraße 14, „Haus des Gastes
Eintrittspreis: 22 Euro
Kartenvorverkauf:
Touristikbüro Beilngries (Tel: 08461/8435) oder
info@nepalhilfe.org
Ein Vortrag nicht nur für Motorradliebhaber
Sie wussten sicher nicht, worauf sie sich einließen, die fünf jungen Künstler aus Halle an der Saale, als sie im Herbst 2014 den Entschluss fassten auf dem Landweg nach New York zu fahren. Als Fortbewegungsmittel sollten vier alte russische Ural Motorräder mit Beiwagen dienen. Wie sie ihr Ziel erreichten und welche Hindernisse sich auf der 43.000 km langen abenteuerlichen Reise auftaten, das präsentieren sie in ihrer Reisedokumentation zugunsten der Nepalhilfe Beilngries.
Für Anne Knödler, Efy Zeniou, Elisabeth Oertel, Johannes Fötsch und Kaupo Holmberg sollten 2 ½ Jahre ins Land gehen, ehe sie ihr Ziel erreichten. Das schien für die Führerscheinneulinge schon 25 km nach dem Start in weite Ferne zu rücken, als sich die ersten Pannen an ihren betagten Fortbewegungsmitteln einstellten. Unzählige sollten folgen, was letztendlich dem Konzept und Vortrag auch seinen Namen gab. Aber mit Wagemut und wohl auch einer Prise an Unbedarftheit ging es immer weiter gen Osten. Mit jeder gemeisterten Hürde wuchsen ihr Selbstvertrauen und die Kenntnisse zum Innenleben ihrer Motorräder, die in Bikerkreisen einen besonderen Stellenwert haben und deren Geschichte bis in den Zweiten Weltkrieg zurückreicht.
So ging es über Südosteuropa hinein in die kasachische Steppe, durch die mongolischen Wüsten auf tausenden Kilometern Wellblechpisten. Alaska und Kanada sollten folgen. Berge von Bürokratie waren dabei genauso zu meistern wie die tiefen Flüsse aus kaltem, sibirischem Wasser, die mit Wagemut und Erfindergeist zu überwinden waren.
Im Fernen Osten Russlands lernten sie, dass es nicht immer gut ist, Abkürzungen zu nehmen. Die „Old Road of Bones“ (Straße der Knochen) die ihren Namen durch den Tod vieler Gulag-Häftlinge bei deren Bau hat, sowie 300 km Sumpf, Flüsse und Schlamm sind ein Beleg dafür. Ein Schlüsselerlebnis ihrer Reise war die 1600 km lange Fahrt auf dem Kolyma, einem der großen Flüsse Sibiriens. Dafür funktionierten sie ihre Ural Motorräder durch den Anbau von Schwimmkörpern zu „Booten“ um.
Während ihrer Reise waren es nicht nur die Herausforderungen die ihnen die Natur oder ihre motorisierten Untersätze stellten, sondern vielmehr die so positiven Begegnungen entlang ihrer Route. Wildfremde Menschen fragten voller Neugier zum Woher und Wohin. Die Motorräder und besonders die zu erwartenden Pannen waren das Konzept der Reise, um Zugang zu den Menschen vielerorts zu bekommen. Damit begannen Barrieren zu schwinden und mit jedem Tag trafen sie auf die unterschiedlichsten Charaktere, ohne deren Hilfe sie ihr Ziel niemals erreicht hätten. Das gestehen sie freimütig ein.
Am 10. Januar 2017 kamen sie in ihrem Ziel in New York an. Was sie auf ihrer abenteuerlichen Route durch drei Kontinente erlebten, das schildern die Referenten des Abends, begleitend zu ihrem Filmvortrag, mit Erlebnissen die für sie so prägend und nachhaltig waren. Damit ist der Vortragsabend nicht nur für Motorradenthusiasten ein Muss.

Zeit zum Atmen – AUSVERKAUFT!
Spitzenalpinist Alexander Huber zu Gast bei der Nepalhilfe Beilngries
Wann: Samstag, 24.01.2026, 19.30 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr)
Wo: Beilngries, Hauptstraße 14, „Haus des Gastes“
Eintrittspreis: 25 Euro
Kartenvorverkauf:
Touristikbüro Beilngries (Tel: 08461/8435) oder
info@nepalhilfe.org
Sie gehören zum „Who is Who“ im weltweiten Vergleich der Spitzenalpinisten. Die Rede ist von den Huber-Buam. War es im Jahr 2003 Thomas Huber, der ältere der beiden, der sich für die Nepalhilfe Beilngries engagierte, so kommt nun der um zwei Jahre jüngere Bruder Alexander nach Beilngries.
In seinem Vortrag zeigt er seine schönsten Momente in den Bergen, wie auch aktuelle Highlights aus dieser faszinierenden und vielseitigen Welt. Die unglaublichen Bilder, arrangiert mit faszinierenden Filmsequenzen und mitreißender Musik sind ein Erlebnis der besonderen Art. All dies unter der Überschrift: Zeit zum Atmen – denn es ist nicht der Berg, den man bezwingt, sondern immer nur das eigene Ich!
Ursprünglich hatte der 1968 in Trostberg geborene Physik studiert, ehe sich der staatlich geprüfte Bergführer 1998 entschloss seine Erfüllung und Ziele an den hohen und oft senkrechten Bergwänden zu suchen. Das Klettern in jeder Form ist seither seine Passion. Alexander und Thomas sind Allrounder und genau diese Fähigkeiten ermöglichen es den beiden zum kleinen Kreis der schnellsten Seilschaften der Welt zu gehören. Der elfte Grad im Sportklettern und erste Routen dieses Schwierigkeitsgrades in alpinen Wänden, Freikletterrouten und Speed-Rekorde an den Bigwalls des Yosemite Nationalparks in den USA, sowie die Bezwingung der weltberühmten Eternal Flame am Nameless Tower in Pakistan gehören zu den Eckpunkten seines Lebens als Bergsteiger.
Bekannt wurde Alexander zuerst durch seine Erfolge im Sportklettern. Zudem gelingt ihm 1995 an der 1000 Meter hohen Granitmauer des El Capitan im Yosemite Valley nicht nur die erste Rotpunktbegehung der legendären Salathé (X-/5.13b) sondern auch fünf weiterer erster freier Begehungen. Das macht ihn zum Protagonisten des Freikletterns an den Bigwalls.
Er tritt wie sein Bruder Thomas erfolgreich in der Öffentlichkeit auf. Beleg dafür sind acht Bücher und mittlerweile mehr als 2000 Vorträge mit denen Alexander sein Publikum begeistert. Hervorgehoben sei hier der im März 2007 erschienene Film „Am Limit“, der die Versuche zu einem Speed Rekord an der Nose im Yosemite Nationalpark als Hintergrund hat.
Danach befragt was die Besucher seines Vortrages „Zeit zum Atmen“ erwartet, sagt Alexander Huber, dass sich das Bild der Berge verändert habe. Waren sie früher als lebensfeindlich und bedrohlich wahrgenommen worden, so rückt der Alpinismus diese steile Welt heute in ein anderes Licht: die Berge als Ort der Selbstfindung, als Ort der Reflexion, wo man noch die Zeit zum Atmen findet. Das sei für ihn die Inspiration gewesen, das Abenteuer in der Welt der Berge zu suchen.
